Andreas Baader, Fraktionsführer der Roten Armee

Beruf: Fraktionsführer der Roten Armee

Staatsangehörigkeit: Deutsch

Warum berühmt: Baader war ein Anführer der Roten Armee Fraktion, auch bekannt als Baader-Meinhof-Gruppe; eine westdeutsche linke Miliz.

1968 wurde er erstmals zusammen mit seiner Freundin Gudrun Ensslin verurteilt, weil sie aus Protest gegen die 'Gleichgültigkeit gegenüber dem Völkermord in Vietnam' ein Kaufhaus in Frankfurt angezündet hatten.

Die beiden flohen nach der Verurteilung, tourten mit linken Sympathisanten in anderen Teilen Europas, bevor sie leise nach Westdeutschland zurückkehrten. Nach ihrer Rückkehr wurde Baader 1970 erneut festgenommen.

Er floh erneut, diesmal, nachdem die Journalistin Ulrike Meinhof ein gefälschtes Interview erfunden hatte. Als Baader mit bewaffneter Bewachung eintraf, griffen drei bewaffnete Männer ein und diejenigen, die später als „Baader-Meinhof-Gruppe“ bekannt wurden, flüchteten durch ein Fenster.

Nach seiner Ausbildung in Jordanien bei der Fatah kehrte Baader in die Bundesrepublik zurück, wo er bis zu seiner erneuten Festnahme 1972 an Bankenraub und Gebäudebombardierung beteiligt war.

Nach einem umfangreichen Prozess wurde Baader 1977 verurteilt. Bemühungen der Roten Armee Fraktion um seine Freilassung blieben erfolglos. Als ein letzter Versuch, ein Lufthansa-Flugzeug zu entführen, scheiterte, sollen Baader und seine Mitgefangenen einem Selbstmordpakt zugestimmt haben.

Zwar gab es seither Fragen, der Schusswinkel ist für Baader offenbar unmöglich selbst zu bestimmen und auch die Frage, wie eine Waffe ins Innere gelangt ist, ist offen, aber die Geschichte des Selbstmordpakts wird von den meisten akzeptiert.

Geboren: 6. Mai 1943
Geburtsort: München, Deutschland

Generation: Stille Generation
Chinesisches Sternzeichen: Ziege/Schaf
Sternzeichen: Stier

Gestorben: 18. Oktober 1977 (im Alter von 34)
Todesursache: Kollektiv Selbstmord

Historische Ereignisse

  • 1968-05-14 RAF-Führer Andreas Baader zu 3 Jahren Haft in West-Berlin verurteilt
  • 1970-05-14 Militanter linker Rotarmisten-Fraktionsführer Andreas Baader wird nach 2 Jahren Haft in West-Berlin aus dem Gefängnis entlassen
  • 1972-06-01 Westdeutsche Polizei nimmt den Fraktionsführer der Roten Armee, Andreas Baader, fest
  • 1974-12-04 Jeaun Paul Sartre besucht den Fraktionsführer der Roten Armee, Andreas Baader, im Gefängnis
  • 1977-04-28 Andreas Baader und Mitglieder der Terrorgruppe der Roten Armee Fraktion (Baader-Meinhof-Gang) lebenslänglich inhaftiert nach einem fast 2-jährigen Prozess in Stuttgart, Deutschland

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